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Kulinarisches Lichtmessbrauchtum

Lichtmessglöckchen; c/o Sylvia KochLichtmessglöckchen

Ab Lichtmess sind die Tage wieder lang genug, dass wir auch abends noch bei natürlichem Licht essen können. Und was gibt es traditionell? Dann backen wir Lichtmessbrot und Pfannkuchen.

Lichtmessbrot mit Kümmel

Wer sich am Brotbacken versuchen will, sollte zunächst auf fertige Backmischungen zurückgreifen. Diese können in haushaltüblichen Backformen gebacken werden. Tipp: Zum Backvorgang eine kleine Schüssel mit heißem Wasser in den Ofen stellen. Das schafft zusätzliche Luftfeuchte, die dem Brot zugute kommt. Unbedingt muss dem Brot etwas Kümmel zugesetzt werden, egal ob als Körner oder gemahlen. Denn Dämonen und Geister mögen keinen Kümmel. Weshalb sie der Hausfrau das gastfreundlich dargebotene Lichtmessbrot anzunehmen verweigern. Somit sind sie entlarvt und auch die Herrin weiß nun, mit wem sie es zu tun hat.

Pfannkuchen

Für einen bis zwei Pfannkuchen, regional Eierkuchen, Palatschinke oder Plinse benannt, benötigen wir 1 Ei, 150 ml (Butter-)Milch, 1 gehäuften EL Stärkemehl und 1 Prise Salz. Die Zutaten miteinander gut verquirlen. Etwas Fett in einer Pfanne erhitzen, die Eimasse hineingießen und bei sanfter Wärmezufuhr stocken lassen. Sobald die Oberfläche zu gerinnen beginnt, den Fladen vorsichtig wenden. Wem es gelingt, den ersten Eierkuchen per Luftschwung zu wenden und danach auch ordentlich wieder mit der Pfanne aufzufangen, dem sollte im grad beginnenden Jahr das Geld nicht ausgehen. Traditionell gibt es an Lichtmess Gemüse- oder süße Pfannkuchen. Es richtet sich ganz einfach danach, was denn überhaupt noch da ist in der Vorratskammer.

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